Was ist eine Domain? Das solltest du wissen.
Jede Webseite hat eine Adresse. Genau wie ein Geschäft eine Straße und eine Hausnummer braucht, damit Kunden es finden, braucht eine Webseite eine Domain. Ohne Domain könnte niemand deine Seite aufrufen, weil schlicht niemand wüsste, wo sie ist.
Aber was ist eine Domain eigentlich genau? Ist das dasselbe wie eine URL? Und was hat das Ganze mit Hosting zu tun? Wenn du dir solche Fragen stellst, bist du hier richtig. Dieser Beitrag erklärt dir, was eine Domain ist, wie sie aufgebaut ist und worauf du achten solltest, wenn du dir eine aussuchst.
Inhaltsverzeichnis zu "Was ist eine Domain"
Was ist eine Domain?
Eine Domain ist der Name, unter dem eine Webseite erreichbar ist. Wenn du „festl-assistenz.de“ in deinen Browser eingibst, rufst du damit eine bestimmte Webseite auf. Genau dieser Name, „festl-assistenz.de“, ist die Domain.
Technisch gesehen ist eine Domain eine Art Übersetzungshilfe. Computer arbeiten nämlich nicht mit Namen, sondern mit Zahlen. Jede Webseite hat eine sogenannte IP-Adresse, eine lange Zahlenkombination wie zum Beispiel 85.13.145.22. Kein Mensch will sich so etwas merken. Deshalb gibt es Domains: Du tippst einen lesbaren Namen ein, und im Hintergrund wird dieser Name in die richtige Zahlenkombination umgewandelt. Du merkst davon nichts, aber ohne diesen Vorgang würde keine einzige Webseite funktionieren.
Stell dir das vor wie ein Telefonbuch. Du suchst nach dem Namen einer Person und bekommst die passende Telefonnummer. Genauso funktioniert das sogenannte Domain Name System (kurz DNS): Es nimmt den Domainnamen und liefert die dazugehörige IP-Adresse. Du musst dir also nur den Namen merken, nicht die Zahlen dahinter. Die Domain ist also im Grunde nichts anderes als ein leicht merkbarer Name für einen Ort im Internet.
Wie ist eine Domain aufgebaut?
Eine Domain besteht aus mehreren Teilen, die durch Punkte getrennt sind. Am Beispiel „festl-assistenz.de“ sieht das so aus:
festl-assistenz ist der eigentliche Domainname, auch Second-Level-Domain genannt. Das ist der Teil, den du dir frei aussuchen kannst, sofern ihn noch niemand anderes registriert hat. Hier steckt der Name deiner Webseite, deines Unternehmens oder deines Projekts drin.
.de ist die sogenannte Domainendung, auch Top-Level-Domain (TLD) genannt. Sie steht ganz am Ende und gibt oft einen Hinweis auf das Land oder den Zweck der Webseite. „.de“ steht für Deutschland, „.at“ für Österreich, „.com“ wird international genutzt. Es gibt inzwischen hunderte verschiedene Endungen, von „.shop“ über „.blog“ bis hin zu „.pizza“. Für eine seriöse Webseite im deutschsprachigen Raum ist „.de“ aber nach wie vor die erste Wahl.
Vielleicht ist dir aufgefallen, dass manche Webseiten mit „www“ beginnen, zum Beispiel „www.festl-assistenz.de„. Das „www“ ist kein Teil der eigentlichen Domain, sondern ein Zusatz, der historisch gewachsen ist. Die meisten modernen Webseiten funktionieren auch ohne, und viele verzichten mittlerweile komplett darauf. Für dich als Einsteiger ist das nicht weiter wichtig.
Was du dir merken solltest: Eine Domain besteht im Kern aus deinem gewählten Namen und der Endung. Alles andere ist Beiwerk.
Wozu braucht man eine Domain?
Ohne Domain wäre deine Webseite zwar technisch vorhanden, aber praktisch unsichtbar. Du könntest sie nur über ihre IP-Adresse aufrufen, also über eine Zahlenkombination, die sich kein Mensch freiwillig merkt. Das wäre ungefähr so, als hättest du ein Geschäft eröffnet, aber vergessen, ein Schild an die Tür zu hängen.
Eine Domain gibt deiner Webseite eine erkennbare Adresse, die man sich merken kann, die man weitergeben kann und die man in eine Suchmaschine eintippen kann. Sie ist auch ein Stück Identität. „meine-bäckerei.de“ sagt sofort, worum es geht. Eine IP-Adresse sagt gar nichts. Wer eine eigene Webseite betreiben will, kommt an einer eigenen Domain nicht vorbei.
Außerdem brauchst du eine eigene Domain, wenn du eine professionelle E-Mail-Adresse haben willst. „info@meine-bäckerei.de“ wirkt deutlich seriöser als „meine.baeckerei1987@gmail.com„. Für viele Selbstständige und kleine Unternehmen ist das allein schon ein guter Grund, sich eine Domain zu sichern.
Domain, URL und Webadresse: Was ist der Unterschied?
Diese drei Begriffe werden oft durcheinander geworfen, meinen aber nicht exakt dasselbe. Gerade wenn man sich zum ersten Mal fragt, was eine Domain ist, stolpert man schnell auch über die Begriffe URL und Webadresse. Die Unterschiede sind allerdings schnell erklärt.
Die Domain ist der Name deiner Webseite, also zum Beispiel „festl-assistenz.de“. Sie ist sozusagen deine Adresse im Internet.
Die URL (steht für „Uniform Resource Locator“) ist die komplette Adresse einer bestimmten Seite innerhalb deiner Webseite. Zum Beispiel: „https://festl-assistenz.de/was-ist-hosting/„. Die URL enthält die Domain, geht aber noch weiter und zeigt auf eine ganz bestimmte Unterseite.
Der Begriff Webadresse wird im Alltag meistens als Sammelbegriff verwendet. Ob jemand damit die Domain oder die vollständige URL meint, hängt vom Zusammenhang ab. Wenn dir jemand sagt „Gib mal deine Webadresse“, meint er in der Regel die Domain.
Kurz gesagt: Jede Domain ist Teil einer URL, aber nicht jede URL ist eine Domain. Für den Alltag reicht es, wenn du weißt, dass die Domain der Name ist und die URL die komplette Adresse.
Was kostet eine Domain?
Die gute Nachricht: Eine Domain ist nicht teuer. Eine klassische „.de“-Domain kostet in der Regel zwischen 5 und 15 Euro pro Jahr, je nach Anbieter. „.com“-Domains liegen in einem ähnlichen Bereich. Exotischere Endungen wie „.shop“ oder „.io“ können etwas mehr kosten, aber für die meisten Einsteiger ist das nicht relevant.
Wichtig zu wissen: Du kaufst eine Domain nicht einmal und besitzt sie dann für immer. Du mietest sie. Das heißt, du zahlst jährlich einen Betrag, um sie zu behalten. Vergisst du die Verlängerung, kann die Domain irgendwann wieder frei werden und von jemand anderem registriert werden. Die meisten Anbieter verlängern automatisch, solange du nicht aktiv kündigst.
Bei vielen Hosting-Anbietern ist eine Domain im Paket bereits enthalten. Wenn du also Hosting buchst (was du für eine eigene Webseite ohnehin brauchst), bekommst du die Domain oft dazu, ohne extra zu zahlen. Das macht den Einstieg noch einfacher.
Worauf sollte man bei der Domainwahl achten?
Der Domainname ist das Erste, was Besucher von deiner Webseite sehen. Deshalb lohnt es sich, hier kurz nachzudenken, bevor man den erstbesten Namen registriert.
Kurz und einprägsam. Je kürzer und einfacher der Name, desto besser. „meier-webdesign.de“ merkt man sich leichter als „webdesign-von-thomas-meier-aus-muenchen.de“. Menschen tippen Domainnamen ein, erzählen sie am Telefon weiter oder schreiben sie auf Visitenkarten. Das funktioniert nur, wenn der Name nicht zu lang und nicht zu kompliziert ist.
Leicht zu schreiben und zu sprechen. Vermeide Sonderzeichen, ungewöhnliche Schreibweisen und Wörter, die man leicht falsch schreibt. Wenn du jemandem deine Domain am Telefon diktieren musst und drei Mal buchstabieren musst, ist der Name zu kompliziert.
Passend zum Thema. Im Idealfall verrät die Domain schon, worum es auf der Webseite geht. Das hilft nicht nur den Besuchern, sondern kann auch bei Suchmaschinen einen kleinen Vorteil bringen. Wenn du eine Webseite über Hundeerziehung machst, ist „hundeschule-meyer.de“ aussagekräftiger als „tm-projekte.de“.
Die richtige Endung wählen. Für eine deutschsprachige Webseite ist „.de“ fast immer die beste Wahl. Die meisten Menschen in Deutschland erwarten eine .de-Endung und vertrauen ihr. „.com“ funktioniert auch, wirkt aber eher international. Ausgefallene Endungen wie „.xyz“ oder „.info“ sehen für viele Besucher weniger seriös aus, auch wenn das technisch keinen Unterschied macht.
Keine fremden Namen verwenden. Nur weil eine Domain frei ist, darfst du sie nicht automatisch nutzen. Wenn der Name bereits als Marke eingetragen ist, kann der Inhaber rechtliche Schritte einleiten und die Herausgabe der Domain verlangen. Das gilt auch, wenn du den Namen in guter Absicht gewählt hast. Bevor du dich festlegst, lohnt sich ein kurzer Blick in die kostenlose Datenbank des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) unter register.dpma.de. Dort kannst du prüfen, ob dein Wunschname bereits geschützt ist. Das dauert zwei Minuten und kann dir viel Ärger ersparen.
Typische Anfängerfehler bei der Domainwahl
Manche Fehler sieht man bei Einsteigern immer wieder. Wer sich zum ersten Mal eine Domain aussucht, tappt leicht in eine dieser Fallen. Die meisten sind zum Glück leicht zu vermeiden, wenn man vorher davon weiß.
Ein häufiger Fehler ist, zu lange zu überlegen und die Wunschdomain dann an jemand anderen zu verlieren. Gute Domainnamen sind begrenzt. Wenn du einen findest, der passt, sichere ihn dir lieber zeitnah. Die paar Euro im Jahr sind es wert.
Ein anderer Fehler ist, den Domainnamen zu eng an einen bestimmten Ort oder ein bestimmtes Produkt zu binden. „nagelstudio-musterstadt.de“ klingt erstmal logisch. Aber was, wenn du umziehst oder dein Angebot erweiterst? Dann passt der Name plötzlich nicht mehr, und eine Domain zu wechseln ist aufwändig, weil du dadurch Suchmaschinen-Rankings und gespeicherte Lesezeichen verlierst.
Manche registrieren ihre Domain auch bei einem anderen Anbieter als ihr Hosting. Das funktioniert technisch, macht aber den Einstieg unnötig kompliziert. Gerade als Anfänger ist es einfacher, Domain und Hosting beim selben Anbieter zu haben. So sparst du dir den Umweg über manuelle DNS-Einstellungen und kannst direkt loslegen.
Fazit zu "Was ist eine Domain": Deine Domain ist dein erster Schritt
Was ist eine Domain? Nichts Kompliziertes. Es ist einfach der Name, unter dem deine Webseite erreichbar ist. Du tippst ihn ein, die Seite erscheint. Alles andere passiert im Hintergrund.
Wichtig ist, dass du dir einen Namen aussuchst, der kurz, verständlich und passend ist. Und dass du weißt, dass eine Domain allein noch keine Webseite ist. Die Domain ist die Adresse, aber damit dort etwas zu sehen ist, brauchst du auch Hosting (den Speicherplatz für deine Webseite) und ein System wie WordPress, mit dem du Inhalte erstellst. Wie genau diese drei Dinge zusammenspielen, erfährst du in den nächsten Beiträgen auf diesem Blog.
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