WordPress oder Wix: Welches System passt zu dir?

Du willst eine eigene Website, du hast dich ein bisschen umgeschaut, und jetzt stehst du vor der Frage: WordPress oder Wix? Beide Namen tauchen überall auf, beide versprechen dir, dass du damit eine Website erstellen kannst, und beide haben Millionen von Nutzern. Aber sie funktionieren grundlegend anders. Und genau das macht die Entscheidung so wichtig, denn ein späterer Wechsel ist alles andere als einfach.

In diesem Beitrag bekommst du einen ehrlichen Vergleich. Keine Verkaufsshow für das eine oder andere System, sondern eine klare Übersicht: Was kann was, was kostet was, und vor allem, was passt zu dir und deinem Vorhaben?

Inhaltsverzeichnis zu "WordPress oder Wix"

Was ist WordPress, was ist Wix?

Bevor wir WordPress und Wix vergleichen, kurz zur Einordnung. WordPress ist ein sogenanntes Content-Management-System. Das bedeutet: Du installierst es auf einem eigenen Hosting (also auf einem Server, den du bei einem Anbieter mietest), und baust dort deine Website auf. Du hast die volle Kontrolle über alles, bist aber auch für alles selbst verantwortlich. Falls dir der Begriff Hosting noch nichts sagt, schau dir den Beitrag Was ist Hosting? an. Und wenn du wissen willst, was WordPress genau ist und kann, findest du das in WordPress einfach erklärt.

Wix ist ein Website-Baukasten. Das bedeutet: Du meldest dich auf der Wix-Website an, und alles läuft direkt im Browser. Hosting, Technik, Updates, alles wird von Wix für dich erledigt. Du ziehst Elemente per Drag-and-Drop auf deine Seite und gestaltest alles visuell. Klingt erstmal bequemer, hat aber auch seinen Preis, und damit ist nicht nur Geld gemeint.

WordPress oder Wix

Wie unterscheiden sich WordPress und Wix im Alltag?

Der größte Unterschied zeigt sich im Alltag, nicht auf der Vergleichsseite. Bei Wix arbeitest du in einem geschlossenen System. Das heißt: Du kannst nur das nutzen, was Wix dir anbietet. Die Vorlagen, die Funktionen, die Apps im Wix-eigenen Marktplatz. Das reicht für viele einfache Websites völlig aus. Aber sobald du etwas willst, das Wix nicht vorgesehen hat, stößt du an Grenzen, die du nicht umgehen kannst.

Bei WordPress ist es genau umgekehrt. Du kannst im Grunde alles anpassen, erweitern und verändern. Mit Themes bestimmst du das Aussehen, mit Plugins fügst du Funktionen hinzu. Es gibt über 60.000 Plugins und tausende Themes. Wenn du dir vorstellen kannst, dass deine Website eine bestimmte Funktion haben soll, gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Plugin dafür. Dafür musst du dich aber auch selbst um Updates, Sicherheit und die Technik kümmern. Oder du lernst es Schritt für Schritt, was deutlich weniger aufwändig ist, als es sich anhört.

Ein weiterer Unterschied, der im Alltag spürbar wird: Bei WordPress gehört dir deine Website. Deine Daten liegen auf deinem Hosting, du hast Zugriff auf alles, du kannst Backups machen, den Anbieter wechseln oder die Seite komplett umbauen. Bei Wix gehört die Infrastruktur Wix. Du nutzt deren Server, deren System, deren Regeln. Solange alles läuft, merkst du davon nichts. Aber wenn Wix seine Preise erhöht, Funktionen ändert oder den Dienst einstellt, hast du wenig Handlungsspielraum.

WordPress oder Wix: Kosten im Vergleich

Die Frage WordPress oder Wix lässt sich nicht beantworten, ohne über Geld zu sprechen. Und hier wird es interessant, denn auf den ersten Blick wirkt Wix günstiger, auf den zweiten nicht unbedingt.

 WordPressWix
SoftwareKostenlos (Open Source)Im Abo enthalten
HostingAb ca. 5 € pro Monat (z. B. All-Inkl)Im Abo enthalten
DomainOft im Hosting inklusiveAb dem Light-Tarif inklusive
Kosten pro MonatAb ca. 5 € (nur Hosting)Ab ca. 13 € (werbefreier Tarif)
Themes/DesignTausende kostenlose Themes verfügbarCa. 900 Vorlagen inklusive
ErweiterungenÜber 60.000 Plugins, Großteil kostenlosWix App Market, teilweise kostenpflichtig

WordPress selbst ist kostenlos. Du zahlst nur für das Hosting, also den Server, auf dem deine Website läuft. Bei einem Anbieter wie All-Inkl bist du ab etwa 5 Euro im Monat dabei, eine Domain ist da oft schon mit drin. Themes und Plugins sind in der kostenlosen Version für die meisten Websites ausreichend.

Wix bietet verschiedene Abo-Modelle an. Der günstigste werbefreie Tarif kostet aktuell rund 13 Euro im Monat. Wer mehr Speicherplatz, einen Online-Shop oder erweiterte Funktionen will, zahlt schnell 25 Euro oder mehr. Dafür ist bei Wix alles in einem Paket: Hosting, Domain, Technik, alles aus einer Hand.

Auf den ersten Blick klingt Wix nach weniger Aufwand. Langfristig kann WordPress aber günstiger sein, besonders wenn du planst, deine Website über Jahre zu betreiben. Und du bist nicht an einen einzigen Anbieter gebunden.

Für wen eignet sich Wix?

Wix ist eine gute Wahl, wenn du eine einfache Website brauchst und dich mit Technik überhaupt nicht beschäftigen willst. Eine kleine Portfolio-Seite, eine Visitenkarte für dein Geschäft, eine Seite für deinen Verein, dafür reicht Wix völlig aus. Du meldest dich an, wählst eine Vorlage, passt Texte und Bilder an, und in ein paar Stunden steht deine Seite. Keine Installation, keine Updates, kein Nachdenken über Hosting oder Sicherheit.

Wenn du allerdings weißt, dass deine Website wachsen soll, dass du einen Blog mit vielen Beiträgen aufbauen willst, irgendwann vielleicht einen Shop dazunehmen oder bestimmte Funktionen brauchst, die über das Standardangebot hinausgehen, wird es bei Wix schnell eng. Die Grenzen des Systems spürst du meistens erst dann, wenn du sie erreicht hast, und dann ist ein Wechsel aufwändig.

Für wen eignet sich WordPress?

WordPress ist die bessere Wahl, wenn du langfristig denkst. Wenn du eine Website aufbauen willst, die mit dir und deinem Projekt wachsen kann. Wenn du die volle Kontrolle haben willst über Design, Funktionen und deine Daten. Und wenn du bereit bist, dich ein bisschen einzuarbeiten.

Dieses „Einarbeiten“ klingt abschreckender, als es ist. WordPress hat eine Lernkurve, ja. Aber die ist flacher, als viele denken. Die Grundlagen (einen Beitrag schreiben, eine Seite anlegen, ein Theme auswählen) lernst du an einem Wochenende. Den Rest lernst du nach und nach, wenn du es brauchst. Und genau dafür gibt es Seiten wie diese hier.

Der Punkt, an dem sich WordPress oder Wix am deutlichsten unterscheiden, ist die Zukunftssicherheit. Mit WordPress kannst du jederzeit den Hosting-Anbieter wechseln, dein Design komplett umbauen, neue Funktionen ergänzen oder die Seite in eine völlig andere Richtung entwickeln. Du bist an nichts gebunden außer an deine eigene Entscheidung. Bei Wix bist du an Wix gebunden. Solange das passt, ist das kein Problem. Aber wenn es nicht mehr passt, wird es kompliziert.

Was ist mit Umziehen, wenn man sich umentscheidet?

WordPress oder Wix, worüber kaum jemand am Anfang nachdenkt, aber nachher viele ärgert. Ein Wechsel von WordPress zu Wix oder umgekehrt ist kein einfacher Umzug. Es gibt keinen Knopf, mit dem du deine komplette Website von einem System ins andere überträgst.

Von Wix zu WordPress zu wechseln bedeutet in den meisten Fällen: Du baust deine Website neu auf. Texte lassen sich kopieren, Bilder manuell herunterladen und wieder hochladen, aber das Layout, die Struktur und alle Einstellungen musst du von Grund auf in WordPress neu erstellen. Je nachdem, wie umfangreich deine Wix-Seite ist, kann das Stunden oder Tage dauern.

Von WordPress zu Wix ist es ähnlich mühsam, denn Wix kann mit den WordPress-Dateien nichts anfangen. Auch hier fängst du im Grunde bei null an.

Deshalb ist die Entscheidung WordPress oder Wix keine, die man leichtfertig treffen sollte. Nicht weil sie endgültig wäre, aber weil ein späterer Wechsel echte Arbeit bedeutet. Überleg dir vorher, was du mit deiner Website vorhast, nicht nur heute, sondern auch in zwei oder drei Jahren.

WordPress oder Wix

Fazit: WordPress oder Wix, was passt zu dir?

Beide Systeme haben ihre Berechtigung. Wix ist unkompliziert, schnell eingerichtet und perfekt für alle, die eine einfache Website brauchen und sich um Technik nicht kümmern wollen. WordPress ist flexibler, langfristig günstiger und gibt dir die volle Kontrolle, verlangt dafür aber etwas Einarbeitung.

Wenn du dir unsicher bist, stell dir eine einfache Frage: Soll deine Website in zwei Jahren noch genauso aussehen wie heute, oder willst du sie weiterentwickeln? Wenn die Antwort „weiterentwickeln“ ist, bist du bei WordPress besser aufgehoben. Wenn du einfach eine schlichte, fertige Seite brauchst, die ihren Zweck erfüllt, kann Wix die richtige Wahl sein.

Die Entscheidung WordPress oder Wix ist am Ende keine Frage von besser oder schlechter. Es ist eine Frage von: Was brauchst du, und wie viel willst du selbst in der Hand haben?

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